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Konzeptionelle Neu-Ausrichtung („Forum Neue Wege“) mit dem Ziel einer stärkeren Vernetzung am 9. Februar 2010, 17-20 Uhr im "Kassenzimmer" der BKK 24 Gemeinsam neue Wege für die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit Obernkirchen zu finden, den veränderten Lebensbedingungen von Kinder und Jugendlichen Rechnung zu tragen und durch aktive Netzwerkarbeit gemeinsam neue Wege zu ebnen - Hierfür wollten wir mit dem Forum „Neue Wege“ einen Startschuss liefern. Eingeladen waren Schulen, Kindergärten, Vereine, Politik, Beratungsstellen, Jugendamt, Jugendring und Jugendpflege.
60 Teilnehmer jeden Alters folgten dem
Aufruf der Stadt Obernkirchen und kamen in die Lounge der BKK 24. Vorausgegangen war eine Umfrage an alle Vereine und Institutionen in und um Obernkirchen. Diese hatten in der Umfrage dargelegt, welche Probleme sie in ihrer Arbeit haben und welche Lösungen sie sich vorstellen könnten umzusetzen (oder dies bereits tun). Externe Moderation, kreative Methoden der Ideenfindung sowie ein Grundsatzreferat von Dr. Lutz Finkeldey, Professor an der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim versprachen eine konstruktive Atmosphäre. Über den Ablauf des Abends, Horrorszenario, Neue-Wege-Spiel, Arbeitsgruppenbildung, die „Schatzsuche“ und den Ausblick gibt es hier mehr:
Nach einem Grußwort des Bürgermeisters Herrn Schäfer legte Herr Prof. Dr. Finkeldey in einem Impulsreferat dar, wo der aktuelle Stand der Jugendforschung in Beziehung zur Sozialen Arbeit mit Jugendlichen steht. In Themen wie „Unentscheidbare Entscheidungen“ und der „Sozialen Vererbung“ legte Herr Finkeldey den Wandel, die Widersprüche und die Folgen einer sich verändernden Jugend dar und forderte ein „Verstehen und Übersetzen“ durch die professionell Tätigen. Um Jugendliche zu verstehen und im Prozess der schwierigen Sozialisationsinstanzen in der Entwicklung von Persönlichkeit, Bildung, und Ausbildung zu unterstützen, müssen verschiedene Blickwinkel eingenommen werden und eine enge Vernetzung der Kommunikation und Hilfestellungen erreicht werden. Nach dem Impulsreferat wurden die Teilnehmer aufgefordert, in den Tischgruppen ein Horrorszenario zu entwerfen. Ausgangslage war die Frage: Was passiert wenn wir die nächsten 5-10 Jahre so weitermachen bzw. nichts tun um uns auf die veränderten Bedingungen einzustellen? In allen Tischgruppen wurde daraufhin angeregt diskutiert. Nachdem sich alle Teilnehmer/innen so über ihre schlimmsten Erwartungen ausgetauscht hatten, mussten sich die Teilnehmer entsprechend ihrer farbigen Punkte an ihren Namensschildern umsetzen. So wurden aus den noch sehr homogenen Gruppen neu gemischte heterogene Gruppen aus verschiedenen Einrichtungen. In diesen Gruppen wurde nun das „Neue Wege“ Spiel erklärt und durchgeführt. Nacheinander deckten die Teilnehmer/innen ein von Ihnen in der Umfrage benanntes Problem auf und bekamen von den anderen Teilnehmer/innen Lösungen dafür präsentiert. Jede Gruppe einigte sich auf eine Lösung und hängte diese an den jeweiligen Problemkreis an der Wandzeitung. So entstanden für jedes Problem verschiedene Lösungsansätze, die es weiter zu durchdenken gilt. (Probleme, die nicht bearbeitet wurden, werden im weiteren Prozess angegangen!) Nach Ablauf der Spielzeit wurden an alle Teilnehmer/innen je 2 rote und 2 grüne Punkte verteilt. Die Teilnehmer/innen klebten nun je zwei rote Punkte an das Problem was sie in der eigenen Praxis am meisten tangiert und trugen sich bei einem der Punkte in die Gruppenliste ein. Zwei grüne Punkte wurden an die beiden Lösungsansätze geklebt, von denen sich die Teilnehmer/innen am meisten versprechen. Folgende Probleme und Lösungen wurden erarbeitet: (Die Gewichtung durch die grünen und roten Punkte wurden eingefügt) Problem: Eingeschränktes Zeitkontingent der Kinder und Jugendlichen durch zunehmenden Druck in der Schule (29 rote Punkte) Lösungsansätze:- Angebote bündeln, verschiedene Angebote und Hilfestellungen mit besserem Zeitmanagement in einer Einrichtung bündeln (4 grüne Punkte)- Protest! Beschwerde bei den zuständigen Ämtern, Patenschaften und ganzheitliches Praktizieren (2 grüne Punkte)- Protest! Beschwerde bei den zuständigen Ämtern, zusätzlich Vereine in die Schule und Schule in die Vereine integrieren.- Kooperationen, Vernetzung von Eltern, Schule und Vereinen- Informationen über SMS/ E-Mail versenden, Einrichtung eines Jugendforums im Internet für Events etc., zusätzlich Verlinkung aller Vereine - Zeiten umlegen, Gestaltung und Ausrichtung der (Trainings)-Zeiten und Treffen auf die neue Situation der Schüler, wie z.B. Ferienangebote Problem: Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche werden nur schwer erreicht (17 rote Punkte) Lösungsansätze:- Zusammenarbeit mit Kinder und Jugendgruppen,Ferienangebote verstärken, - Einbindung der Familien verstärken. (4 grüne Punkte) Problem:Zu wenig Nachwuchs, zu wenig Jugendliche in Gruppen und Vereinen (16 rote Punkte) Lösungsansätze:- Angebote von AGs in Schulen und gut gestaltete Werbung über Flyer und das Internet (7 grüne Punkte)- Ideen von Jugendlichen nutzen, Jugendliche in eigenen Aktionsideen bestärken und unterstützen, ein Ohr am Puls der Zeit haben. (5 grüne Punkte)- Angebot von AGs in Schulen, somit Werbung für das Vereinsangebot machen, Neue Angebote schaffen, Elternbesuche ermöglichen (3 grüne Punkte)- Neue Angebote speziell für Jugendliche, dazu eigene Ideen der Jugendlichen nutzen (3 grüne Punkte)- Neue Angebote, speziell für Jugendliche z.B. Trendsport, LAN Partys usw. doch ohne Moos nix los, verstärkt Werbung machen. (1 grüner Punkt)- Schnuppermitgliedschaften, Jugendliche werden selber belohnt für neue Anwerbungen Problem:Neue Kommunikationswege! Jugendliche werden nicht erreicht (12 rote Punkte) Lösungsansätze:- Internetseite inkl. Chat, Schaffung einer für Jugendliche attraktiven Internetseite für alle Angebote in Obernkirchen. (9 grüne Punkte)- Mit der Zeit gehen, Nutzung von Massagern, sozialen Netzwerken, Twitter und Co. Dazu Medienschulungen für die Anbietenden (5 grüne Punkte)- aufsuchende Sozialarbeit, Streetworker an den informellen Treffpunkten, sowie im Internet, zusätzlich das Zusammenspiel der Kiga's und Schulen vor Ort stärken (4 grüne Punkte)- Multiplikatoren, Integration von Jugendlichen Multiplikatoren in die Vereinsarbeit, zusätzlich Nutzung der neuen Medien wie PC und Internet (2 grüne Punkte)- In Kommunikationswege der Jugendlichen einschalten z.B. ICQ (2 grüne Punkte) Problem:Mangelndes Interesse an den vorhandenen Angeboten(8 rote Punkte) Lösungsansätze: Kooperationen mit Schulen z.B. Zusammenlegung von Angeboten im Nachmittagsbereich (4 grüne Punkte)- innovative Werbung, Flyer und Broschüren werden in jugendlichem Design gestaltet, dazu werden Ideen Jugendlicher genutzt, auch Eltern werden vermehrt angesprochen (2 grüne Punkte) Kooperationen mit Schulen, AGs während Schul- oder Betreuungszeiten Schüler „anfüttern“ bzw. „heiß machen“ (1 grüner Punkt) Neue Angebote wie Schnupperkurse und Eltern-Kind-Angebote (1 grünen Punkt) Angebot und Nachfrage von Schule und Vereinen koordinieren, Jugendliche einbeziehen Neue Angebote mit der Zielgruppe, speziell für Jugendliche z.B. Trendsport, LAN- Party usw. Nach einer kurzen Pause in der die Teilnehmer/innen die angebotenen Brezeln genossen und sich informell austauschten, wurden sie gebeten, sich in den entstandenen Gruppen zusammen zu finden, einen Gruppenkoordinator zu benennen und einen Termin für ein gemeinsames Treffen in der Gruppe zu koordinieren. Gruppe 1 Themen: Zu wenig Nachwuchs, zu wenig Jugendliche in den Gruppen und Vereinen Mangelndes Interesse an den vorhandenen Angeboten Gruppenmitglieder: Maria Cirigliano (Koord.), Bettina Wawrok, Enza Cirigliano, Nikolai Babock, Florian Burger-Freund, Heidi Klaus, Ulrich Hase Termin für das erste Treffen: 17.03.10 um 20.00 Uhr Ort: Jugendzentrum Obernkirchen Gruppe 2 Themen: Neue Kommunikationswege! Jugendliche werden nicht erreicht Gruppenmitglieder: Bernd Schade (Koord), Jean Humphries, Marcel Stark, Lisa Wawrok, Marikna Schöbel, Martin Schulze-Elvert, Enza Cirigliano, Patrick Scholz, Sarah Palermo Termin für das erste Treffen: Ist noch nicht bekanntOrt: Ist noch nicht bekannt Gruppe 3 Themen: Eingeschränktes Zeitkontingent der Kinder und Jugendlichen durch zunehmenden Druck in der Schule Sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche werden nur schwer erreicht Gruppenmitglieder: Julia Wiersig (Koord), Thomas Stübke, Anja Hilges, Sandra Mark, Carsten Precht, Steffi Kirsch, Konstantin Ernst, Steffi Runge, Regine Krömer, Astrid Semler Termin für das erste Treffen: 16.03.10 um 17.00 Uhr Wo: Schulzentrum Obernkirchen Im letzten Teil hieß es „Schätze heben“: Alle wurden gebeten, die Ressourcen bzw. Schätze aus ihrer Einrichtung (bzw. auch privat) auf die ausgegebenen Goldtaler zu schreiben. Die Taler wurden an die drei Stellwände in Kategorien „Man Power“ „Wissens-Ressourcen“ und „ Materielle Ressourcen“ aufgeteilt. Auf den Stellwänden entstand so ein großer Schatz Obernkirchener Ressourcen. Schätze heben: Was sind die Kompetenzen und Stärken, die wir als Einrichtungen und Einzelpersonen haben, die der gemeinsamen Sache zu gute kommen können? Vorbemerkungen: Die hier angegebenen Ressourcen müssen noch nicht bis in die Einzelheiten zu Ende gedacht – geschweige denn Versicherungsfragen abgeklärt sein. Sie sind auch nicht vollständig, können also ergänzt werden. Sie sollen vor allem als positives Signal dienen! Auf den „Talern“ an der Wandzeitung befanden sich folgende Ressourcen (teilweise zusammengefasst): Wissens-Ressourcen: Rettungsschwimm-Ausbildung und Erste Hilfe für die Öffentlichkeit (DLRG) Computerwissen Hardware (Schulze-Elvert) Knowhow Naturthemen, z.B. über Vögel (Nabu) Schwimmen beibringen – (Schwimm-und Sportfreunde) Schüler-Probleme lösen helfen– R. Garrelfs (Schule) Sport für Jung und Alt und damit Brücken über Generationen (Spartentraining Tischtennis) Gesundheitsorientierte Übungsangebote und Trendsportarten (Kneipp-Verein) Erfahrung Ferien- und Wochenend-Freizeiten (Kneipp-Verein, Jugendring/Jugendzentrum) Jumpstyle (Marcel Stark, SSFO) Computerwissen (Web, Soft/Hardware) Konzeption für Vereins-und Jugendarbeit (MTV Judo) Anträge, Zuschüsse, Ausschreibungen (Jugendring/pflege) Fördermöglichkeiten von Projekten und Angeboten (Jugendring) Grundkenntnisse präventive Jugendpflege (Florian Freund, Jugendring) Sprachunterstützung (Dolmetschen, Hilfe für Schule etc)(Maria Cirigliano) Kontakte zur Politik (Stadt) Tanz- und Musikprojekte (Trachtengruppe Gelldorf) Naturwissenschaftliche Experimente (Material u. Knowhow)(Florian B.-Freund, Jugendring) Elterncafe (Kontakt- und Austauschbörse, LB) Elternbildung, Vorträge (LB) Vorträge und Elternbildung - auch offen für andere Interessierte – (Kita) Tägliche Elternkontakte, Elternbegleitung(Kita) Soziales Lernen, Teamtraining und Konfliktschlichtung Jazzdance (J.Wiersig, Schulzentrum) Man-Power: Leute zum Helfen, Schleppen, Bedienen oder Organisieren (J.Wiersig, Schulzentrum Obk) Engagierte qualifizierte Übungsleiter, Trainer und Betreuer (Kneipp-Verein, MTV, SV45) ausgebildete Elternberaterin (Lokales Bündnis) Jugendleiterschulung, Qualifizierte Hilfe bei Aktionen und Veranstaltungen, Starthilfe für Gruppengründungen, Besuche bei vorhandenen Gruppen, z.B. Teamtraining oder Spielnachmittag (E.Vinke u. S.Veentjer, Jugendpflege) Vielfältig interessierte Kinder (Kita Kleistring) Neugierige Kinder, Eltern-Kontakte (Kiga Krainhagen) Aktive Eltern (Rasselbande) Hilfe für Eltern, die Probleme in Kiga und Schule haben (Elternrat, E.Cirigliano) Mithilfe bei Kinderaktionen (Rasselbande) Diverse Jugendgruppenleiter mit JL-Schulung und Übungsleiterscheinen (Jugendring) Pädagogisches Fachpersonal (Rasselbande, Jugendpflege, KiGas und Hort, Schulen) 1000 Spiele und Übungen zu verschiedenen Zielen (Jugendpflege) Unterstützung bei Freizeiten, Fahrten und Veranstaltungen (Jugendring und Einzelne, Maria) Aktive „Mütter“ mit Zeit und Auto (Anm.d.Protokolls: wer war das? vermutlich S.Kirsch?) Mitarbeit im Ausschuss Jugend, Familie und Sport Aktive Unterstützung für das Freibad (DLRG) Vielfältiges Sportangebote, Organisator nach Rücksprache (MTV Obernkirchen) Zeit (Lok.Bündnis für Familie) Fachkräfte mit verschiedenen Schwerpunkten (Kita, Jugendpflege), ausgebildete Moderatoren (Kita), Medien-, Sexual- und Sozialpädagogen (Jugendring/Jugendpflege) Sach-Ressourcen: Jugendmobil (Bulli) (Jugendring) Räume und Spielmaterial und Fahrzeuge (Rasselbande, Kiga Kleistring) Räume für Veranstaltungen, Snoezelraum, Bankkeller, Discoanlage, Wii-Spielekonsole (einzig mit Sport-Spielen!) mit Beamer; Töpferofen, Luftballon-Aufpustmaschine, A3-Laminiergerät, Friteuse etc. (Jugendzentrum) Schokokuss-Wurfmaschine (Kiga Vehlen) Beamer mit integr.DVD-Player (GS Obernkirchen) Beamer und Präsentationsraum (Halle) Vielfältige Bildungsmaterialien (Spiel u.a), Großes Aussengelände (Kita Kleistring) Internetseite für alle Vereine des Dachverbandes (Jugendring), teilweise verlinkt, auf jeden Fall verlinkBAR (!!!), auch für Kooperationspartner, die nicht im Jugendring sind Nach dem Sammeln der Ressourcen verabschiedeten und bedankten sich die Moderatoren und übergaben für das letzte Wort und die Abmoderation an die Organisatoren der Veranstaltung. Die Organisatoren, Susanne Veentjer, Maren Witte und Erhard Vinke erklärten sich für je ein Bereich der weiteren Organisation zuständig. Susanne Veentjer koordiniert die Zusammenarbeit in den entstandenen Gruppen, Maren Witte kümmert sich um die weitere Organisation der Zukunftswerkstätten und Erhard Vinke um die Gestaltung eines weiteren Forums, damit der so gut begonnene Prozess auch weiterhin erfolgreich ist. Ausblick: Jede der 3 Arbeits-Gruppen wird gebeten, sich bis zum Herbst 2-3 mal zu treffen. Die Gruppen sind als offene Gruppen zu verstehen, weitere Interessierte können den Gruppen beitreten. Die Treffen sollten protokolliert werden. Die Protokolle bitte an Susanne Veentjer senden. (diese bzw. eine Zusammenfassung gehen auch an die jeweils anderen Gruppen, damit der Prozess transparent bleibt) Vision und Konkretion Die Gruppentreffen sollen vordergründig dazu genutzt werden, den aktuellen Stand zu erfassen und Ziele zu definieren und auszubauen. Zu den Treffen wird ein Moderator der Organisatoren entsandt. Wenn die Gruppe (bzw. der/die Gruppensprecher/in dies beim ersten Treffen nicht nutzen will, kann Sie die Moderation selbst übernehmen. Bitte in diesem Fall an die oben angegebenen Email-Adressen der Organisatoren mailen. Nach der Durchführung der Gruppentreffen, wird im Herbst eine gemeinsame Zukunftswerkstatt angedacht. Die Gruppentreffen sollen dies weiter vorbereiten. In einem gesonderten Artikel: - Impulsreferat von Hr. Prof. Dr. Finkeldey
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